Bei „Der NEXT(e) bitte“ im Alten Brauhaus Koblenz standen Pflege, Betreuung und die brisante Pflegereform im Mittelpunkt. Neben intensiven Diskussionen gab es diesmal auch eine besondere Überraschung für die Gastgeber.

Wie möchte ich im Alter leben? Wer hilft mir, wenn ich meinen Alltag nicht mehr allein bewältigen kann? Und welche Unterstützung steht mir überhaupt zu? Diese Fragen standen am 24. Oktober im Mittelpunkt der Talkshow „Der NEXT(e) bitte“. Bei einem leckeren Frühstück diskutierten drei Fachleute über Herausforderungen und Möglichkeiten der Pflege.

Zu Gast waren Alina Bilhac vom Pflegedienst Intensivpflege Sobota, Frank Grandpre von der Alltagsbegleitung des Ambulanten Betreuungszentrums und Irina Kisilev von der Tagesbetreuung und dem Pflegedienst Elitas. Sie zeigten auf, wie ambulante Pflege, Alltagsbegleitung und Tagespflege ältere Menschen unterstützen und Angehörige entlasten können. Je nach individueller Situation ermöglichen diese Angebote, länger selbstständig im eigenen Zuhause zu leben und einen Umzug in eine Senioreneinrichtung hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden.

Pflegereform: Kommt die Hilfe dort an, wo sie gebraucht wird?

Besonders kontrovers wurde über die neue Pflegereform, steigende Kosten und die Finanzierung der Versorgung diskutiert. Eine zentrale Frage: Kommt die finanzielle Unterstützung tatsächlich bei den Menschen an, die sie am dringendsten benötigen – den Pflegebedürftigen selbst? Auch komplizierte Anträge und unübersichtliche Zuständigkeiten stellen Betroffene und Angehörige häufig vor große Herausforderungen. Deutlich wurde, wie wichtig verständliche Informationen, erreichbare Ansprechpartner und bedarfsgerechte Hilfsangebote sind. Auch nach der Talkrunde wurde beim Frühstück weiterdiskutiert und Erfahrungen wurden ausgetauscht.

Überraschung für die Gastgeber

Für einen besonderen Moment sorgte eine Ehrung, mit der Monika Retzmann, Inhaberin des Alten Brauhauses, und Wolfgang Isola, Herausgeber des Magazins NEXT, nicht gerechnet hatten. Der Koblenzer Verein Koblenzer Schängel Kultur zeichnete beide für ihr soziales Engagement aus.

Damit erhielt der Vormittag neben den wichtigen Impulsen rund um Pflege und Betreuung einen persönlichen Höhepunkt. Denn die Talkshow machte einmal mehr deutlich: Gute Versorgung im Alter und gesellschaftlicher Zusammenhalt gehen uns alle an.