„Wenn man dann Leute braucht, spricht man eben jeden an, den man auf der Straße so trifft, der einen Bezug zur Musik hat.“

Das Magazin NEXT hat sich mit der Newcomer-Band aus Koblenz „Stereolith“ in Koblenz getroffen und sich mit ihnen unter anderem über ihren Auftritt beim diesjährigen Koblenzer Sommerfest an Rhein in Flammen, ihre Entstehungsgeschichte und über eine Definition ihrer Musikrichtung unterhalten.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Aus Einzeltalenten wird dann irgendwann die homogene Band. Wie habt ihr euch denn gefunden?

Das hat lange gedauert.

Costa: Ich bin 2005 nach Koblenz gezogen und hab dann einen Raum für mein Schlagzeug gesucht. Weil als Drummer hat man immer das Problem, wenn man keinen Raum hat, spielt man auch nicht wirklich. Nicht so wie die Gitarristen dass man auf der Couch mal spielen kann. Wir haben eine Zeit lang zusammen gearbeitet und schnell entdeckt, dass wir einen großen gemeinsamen musikalischen Nenner haben. Und haben uns dann gesagt: Gründen wir eine Band! Und dann sind wir auf die Suche gegangen und irgendwann sind die beiden anderen dann auch dazu gestoßen.

Daniel:  Man muss dazu sagen, dass es in Koblenz eine recht enge Musikszene gibt.  Wenn man dann Leute braucht, spricht man eben jeden an, den man auf der Straße trifft, der einen Bezug zur Musik hat. Und da sind wir aufeinander gestoßen. Wir haben eigentlich einen Basser gesucht.  Du sagtest mir „Ich habe einen Basser und einen Gitarristen für dich. Hast du Bock?“ So kam das dann.

Timo: Eigentlich hatte ich erstmal nur einen Basser. Und dann bin ich noch irgendwie dazu gekommen. Das war mit mir eigentlich so gar nicht geplant. Ich habe Simon beim Mountainbiken im Wald kennengelernt und irgendwann erzählte er mir er hätte eine Band gehabt – oder hast du ja immer noch – und dann sind wir zusammen Fahrrad gefahren und ich habe gesagt, dass ein Kumpel von mir einen Bassisten sucht, lass uns doch mal zusammen treffen.  Und dann haben wir uns getroffen, und du hattest einen Raum.

Daniel: Ja, das kommt dazu genau. Das war das Wichtigste.

Simon: Und da wir die gleichen musikalischen Wurzeln haben, und irgendwie Bock drauf hatten den Sound zu machen den wir früher schon gehört haben, hat das ganz schnell miteinander funktioniert.

Wieso ist es diese Musikrichtung? Und was ist diese Musikrichtung – für diejenigen die es nicht wissen?

Daniel: Ja, im weitesten Sinne ist die Musik, die wir machen Stoner Rock, Desert Rock – das kommt aus Südkalifornien. Und ist die Musik, die diesen mumfigen Wüstensound widerspiegelt. Große Bands aus dem Genre sind zum Beispiel Queen of the Stone Age, die haben so den Stil geprägt. Das Ganze ist ein bisschen mit dem Garage Sound verschmolzen. Die Wurzeln liegen in den 90ern, aber es ist schwierig zu definieren und sich dabei in eine Schublade zu stecken…

Timo: Wir sind halt schon noch 90ies Kids. Das heißt da kommen unsere Wurzeln alle her. Das hört man eben auch in der Musik und den Stücken, die wir komponieren. Klar, gefällt uns allen vornehmlich dieser Dampfwalzrock oder Dampfwalzenblues besser gesagt. Das findet sich irgendwo auch immer in jedem Song als Stilmittel wieder, aber dann gibt´s auch mal sphärische Parts und so weiter. Also da sind wir auch ziemlich frei…

Costa: Genau, es ergänzt sich halt schön. Wir haben alle unterschiedliche musikalische Backgrounds. Das kann man auf jeden Fall so sagen. Meine Wurzeln liegen eher im Punk-Rock und ich höre privat oft auch ganz andere Sachen als ich eigentlich spiele. Und die Band mit der offenen Stilrichtung gibt uns allen die Möglichkeit, dass jeder sein Instrument so spielt wie er es gerne würde…

Als nächstes werdet ihr beim Koblenzer Sommerfest 2018 spielen …

Timo: Ja, am 10. 8. auf der Blauen Bühne (danke an die Koblenz Touristik!)

Da werden einige Leute angesagt sein. Ist das euer bislang größter Auftritt?

Costa: Also wenn das Wetter passt, ja! Wenn nicht, glaub ich schon! Wobei die Konzerte, die wir gespielt haben, bis jetzt alle sehr gut besucht waren. Das Eröffnungskonzert sozusagen war auch direkt ausverkauft, ein großes Konzert das wir selbst veranstaltet haben im Jam Club war auch ausverkauft. Wir gucken einfach mal! Wir haben eigentlich keine Erwartungen. Wir sind momentan auf dem Trip, dass wir alles spielen, weil wir Megabock haben unsere Sachen zu präsentieren und uns fit fühlen…(…). Wir wollen die Welt mit schönen Klängen verwöhnen!

Vielen Dank, Simon, Daniel, Timo und Costa von Stereolith, vielen Dank Johannes Fischer, der das Interview in unserem Auftrag moderierte.