„Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir da mit den Bürgerinnen und Bürgern einfach mehr ins Gespräch kommen.“

Wir haben den neuen Oberbürgermeister von Neuwied Jan Einig in Neuwied  im Rahmen der Pressekonferenz zur Eröffnung des Kultursommers 2018 getroffen und uns mit ihm über das Programm, das die Besucher in Neuwied erwarten lässt, über Friedrich Wilhelm Raiffeisen und über seine ersten Schritte als Oberbürgermeister unterhalten.

Sie haben ein großes Highlight in diesem Jahr: die Eröffnung des Kultursommers 2018. Was erwartet die Leute?

Wir freuen uns, dass der Kultursommer des Landes Rheinland-Pfalz in diesem Jahr in Neuwied eröffnet wird. Thema ist unter anderem auch Raiffeisen. Deswegen sind wir da auch mit im Boot. Friedrich Wilhelm Raiffeisen war Bürgermeister von Heddesdorf, einem Stadtteil von Neuwied, und da ehrt es uns besonders  dass wir das eröffnen können. Es sind viele Dinge die da auch geplant sind. Eins der Highlights und es geht im Wesentlichen an dem gesamten Eröffnungswochenende um das Thema „ Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ Ein Leitspruch von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Es ist geplant ein großes Gebäude aus Pappe zu errichten. Da brauchen 250 und noch mehr Mithelfer. Da müssen die Pappkartons geklebt und am Ende auch aufgestellt werden zu einem Gebäude, das bestimmt eine Größe oder Höhe von 20 bis 30 Metern haben wird. Das ist ein Eyecatcher das wir haben. Es wird auch ein Straßentheater in der Innenstadt geben mit viel Programm.

Das klingt sehr interessant. Ich fordere alle Leute auf: Kommt nach Neuwied vom 27. bis 29. April!

Herr Oberbürgermeister Einig,  bei der Wahl 2017 wurden Sie mit fast 60 Prozent zum neuen Oberbürgermeister von Neuwied gewählt. Was waren Ihre ersten Schritte in diesem neuen Amt?

Wir haben einige Aufgaben vor der Brust. Das ist zum Beispiel das Thema Innenstadt-Entwicklung. Wir haben da in der jüngsten Vergangenheit auch leider den Missstand dass wir einige Leerstände haben. Das treibt die Menschen, das treibt uns auch als Verwaltung, extrem um.  Und da sind wir momentan dran und werden auch im nächsten Monat ´ne größere Veranstaltung zu initiieren, um einfach etwas mehr Leben in die Stadt zu bekommen, um gemeinsam  mit den Menschen vor Ort auch zu gucken wo sind die Probleme, wie können wir da – auch kurzfristig – Lösungen für herbeischaffen, um die Innenstadt auch wieder besser zu beleben. Darüber hinaus ist ein Thema, dass ich gerne mehr Kommunikation in die Bevölkerung bringen möchte mit der Verwaltung, mit den Bürgern. Wir werden in nicht allzu langer Zeit auch Bürgersprechstunden in den Stadtteilen einrichten, um auch da größere Vernetzung zwischen der Innenstadt und auch großen Stadtteilen herbeiführen zu können. Das ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir da mit den Bürgerinnen und Bürgern einfach mehr ins Gespräch kommen. Wo drückt der Schuh, wo können wir als Verwaltung besser helfen und tätig werden? Darüber hinaus ist es so, dass wir auch schon verschiedene größere Projekte angestoßen haben….