YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

„Diese regionalen Themen interessieren sehr stark.“

Wir haben uns mit Günther Bertram vom Offenen Kanal Koblenz unter anderem über seinen ersten Zugang zu den Medien und der Medienanstalt RLP, den Wandel, der sich in den letzten Jahren durch die Medien vollzogen hat, die Bürgermedien und deren Voraussetzungen zur Veröffentlichung sowie über unser gemeinsames Kooperationsprojekt NEXTyoungstar, einer eigenen Jugendredaktion für unsere Region, unterhalten. Das komplette Video-Interview könnt ihr euch auch online auf www.magazin-next.de/guenther-bertram oder auf unseren sozialen Kanälen anschauen.

Herr Bertram, wann haben Sie selbst den Zugang zu den Medien gefunden?

Oh, das ist sehr lange her. Da war ich noch sehr jung. Ich habe in Bonn Medienpädagogik studiert und habe in dieser Zeit auch sehr viel gemacht mit Medien: Habe Super 8 Filme gedreht, VHS Produktionen gemacht und bin in meiner Studienzeit schon mit der Landesmedienanstalt, die hieß damals noch LPR, in Verbindung gekommen – und auf das Thema Offene Kanäle aufmerksam geworden. Denn Mitte der Achtziger Jahre hat sich hier in Koblenz die Initiative für den Offenen Kanal Koblenz gegründet. Ich bin sozusagen von Anfang an dabei.

Sie sind verantwortlich für die Bürgermedien im Nördlichen Rheinland-Pfalz. Was können wir uns darunter vorstellen?

Wie der Name eigentlich schon sagt: Bürgerinnen und Bürger können die Sendeplattformen nutzen, um selbstgemachte Videofilme zu veröffentlichen.

Inwiefern ist die Medienanstalt dort eingebunden, welche Aufgaben übernehmen Sie dabei?

Die Medienanstalt ist eingebunden in dem sie die Sache finanziert. Also aus ihren Mitteln heraus die Technik finanziert, die es in den offenen Kanälen gibt. Sie finanziert die Einspeisegebühren, die bezahlt werden müssen, wenn man ein Programm veröffentlicht. Sie versichert die Technik und sie hat natürlich Personal was sich mit den verschiedenen Aspekten der Bürgermedien beschäftigt.

Die Medienlandschaft als solche hat sich ja in den vergangenen Jahren massiv verändert. Was halten Sie da für gut und was für weniger gut?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten: ist das gut oder ist das schlecht, was sich verändert? Ich bin ja auch schon ein älteres Semester und man neigt dann manchmal zu denken: Früher war alles besser. Aber das stimmt natürlich nicht! Wenn ich mir alte Tageschau-Folgen von vor 25 Jahren anschaue, dann merke ich schon nach 2 Minuten: Ohje, das kann man sich heute einfach nicht mehr anschauen. Weil sich die Sehgewohnheiten in diesem Medium verändert haben. Ich brauche heute schnellere Schnitte und mehr Dynamik in den Bildern, weil es mich sonst einfach nicht mehr anspricht. Das ist eine Veränderung, die ich gar nicht positiv oder negativ bewerten möchte. Das ist einfach eine Veränderung, die stattgefunden hat und mit der wir heute leben. Die Medien arbeiten heute anders als noch vor 20 – 30 Jahren.

Liegt in Ihrer Nische auch ein Vorteil, dass man einfach Dinge bedienen kann, die auf anderen Großmedien keine Chance hätten

Absolut. Das ist auch etwas, das wir merken in Zeiten der Globalisierung. Wir sehen es gerade ganz aktuell an den Krisen in denen wir uns befinden: Alles hängt global irgendwie zusammen. Und wir verlieren dabei als Bürgerinnen und Bürger auch ganz schnell den Überblick. Wir spüren, dass die Menschen ein Bedürfnis nach Regionalität, nach Lokalität haben. Diese regionalen Themen interessieren sehr stark und wir spüren, dass dieser Bedarf auch zulässt und insofern haben die Bürgermedien da genau ihren richtigen Platz.

An dieser Stelle weisen wir auf das komplette Video-Interview hin in dem Günther Bertam auch von unserer gemeinsamen Kooperationsidee berichtet – vor allem alle Jugendlichen und Youngsters dürfen hier die Ohren spitzen!Vielen Dank, Günther Bertram, vielen Dank Johannes Fischer, der das Interview in unserem Auftrag führte.