Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was macht unsere ländlich geprägte Region trotz der schwierigen Lage in der gesamten Welt so liebenswert?

Bei uns übernehmen viele ehrenamtlich Verantwortung und engagieren sich in zahlreichen Vereinen. Vielfältige Events und Kulturveranstaltungen fördern ein friedliches Miteinander zwischen Jung und Alt – unabhängig von der Herkunft. Dies obwohl sich nach der Corona-Pandemie vieles verändert hat.

Wer sich bei Veranstaltungen engagiert ist konfrontiert mit immer mehr Vorschriften. Auch hierdurch wird es schwieriger Personen zu finden, die Verantwortung in Vereinsvorständen übernehmen. Die Planung von Veranstaltungen wird schwieriger, da sich viele erst spontan für einen Besuch entscheiden.

Durch die Wetterkapriolen müssen Open Air-Events oft wegen Unwetterwarnungen abgesagt werden – auch wenn die Unwetter an dem Veranstaltungsort vorbeiziehen. Jüngere Leute bevorzugen Großveranstaltungen in Metropolen. Dies obwohl man in unserer ländlichen Region hervorragende Veranstaltungen preisgünstiger oder kostenfrei erleben kann.

Bei meinem 60-jährigen Kultur- + Benefiz-Engagement – 24 Jahre auch mit der deutschlandweit einzigen „Kulturbühne im Baumarkt“ – und bis jetzt mit dem monatlichen Gratis-Veranstaltungs-Newsletter mit Ticket-Verlosungen habe ich viel Wandel erlebt – allerdings nie so schnell und unvorhersehbar wie derzeit. Durch die 50-jährige verantwortliche Tätigkeit für die röhrig-hagebaumärkte hatte ich viele Kontakte, die ich nutzen konnte um viele für Kultur zu begeistern.

Die neuen Herausforderungen sind nur zu bewältigen, wenn Veranstalter und Vereine – auch über Gebietsgrenzen hinaus – zusammen arbeiten, damit Live-Events mehr Wertschätzung erfahren. Viele sind nach Corona bequemer geworden und oft fehlt der Antrieb zum Besuch von Veranstaltungen.

Wichtig ist, dass viel über Events berichtet wird, wie dies das NEXT Magazin beispielhaft praktiziert – auch über Benefiz-Events wie zugunsten der FLY & HELP-Stiftung.

Ich wünsche, dass die derzeitigen Herausforderungen überwunden werden und „Kultur auf dem Land“ an alte Erfolge anknüpfen kann.

Herzliche Grüße aus dem kleinen Moselort Treis-Karden

Hans Peter Röhrig

Kulturförderer und FLY & HELP-Botschafter

www.roehrig-forum.de