Elektromobilität ist längst im Alltag angekommen – und immer mehr Menschen setzen auch auf das E-Auto, wenn es in den Urlaub geht. Dank steigender Reichweiten und eines wachsenden Ladenetzes steht der entspannten Reise grundsätzlich nichts im Weg. Entscheidend bleibt jedoch die richtige Vorbereitung.

Immer mehr Menschen nutzen das E-Auto auch für die Fahrt in den Urlaub. Die Reichweiten der Fahrzeuge steigen kontinuierlich, gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur je nach Region sind unterschiedlich ausgebaut. Wer seine Route im Voraus plant, kann Wartezeiten vermeiden und entspannt ans Ziel kommen.

Besonders wichtig ist dabei eine durchdachte Routenplanung. Neben Staus und Baustellen sollten auch passende Ladestationen fest eingeplant werden – idealerweise Schnelllader, die vor allem bis etwa 80 Prozent Batteriestand effizient arbeiten. Ebenso empfiehlt es sich, stets einen Puffer von zehn bis zwanzig Prozent Restreichweite einzuplanen, um flexibel auf belegte oder defekte Ladesäulen reagieren zu können.

Auch die Wahl der Unterkunft spielt eine Rolle: Gerade in Regionen mit weniger Ladepunkten kann eine Übernachtungsmöglichkeit mit eigener Ladesäule den Unterschied machen. Wer zudem außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs ist, vermeidet zusätzliche Wartezeiten.

Ladepausen lassen sich dabei gut nutzen – sei es für eine Mahlzeit oder einen kurzen Spaziergang. Wichtig zu wissen: Teilen sich zwei Fahrzeuge eine Schnellladesäule, reduziert sich die Ladeleistung entsprechend. Ebenso sollten Reisende vorab prüfen, welche Bezahlmöglichkeiten im jeweiligen Reiseland funktionieren.

Eine gute Planung ist das A und O

„Planung ist das A und O, damit aus der Fahrt kein Stress wird und die Urlaubsreise entspannt verläuft“, erklärt Christian Schmidt, Verkehrsexperte des ADAC Mittelrhein. Er rät: „Wer Ladehalte frühzeitig einplant, ausreichend Reichweitenreserve einkalkuliert und Pausen sinnvoll nutzt, reist mit dem E-Auto äußerst komfortabel und stressfrei.“

Christian Schmidt gibt Tipps, worauf Reisende besonders achten sollten:

  • Routenplanung vorab: Prüfen Sie nicht nur Staus und Baustellen, sondern legen Sie konkrete Ladehalte fest. Schnelllader sparen Zeit und richtig schnell lädt es sich bis 80 Prozent Batterieladestand, ab dann dauert es aufgrund reduzierter Ladeleistung länger.
  • Reserve einplanen: Planen Sie für die nächste Etappe immer eine Restreichweite von etwa 10 bis 20 Prozent ein, um flexibel auf belegte oder defekte Säulen reagieren zu können.
  • Unterkunft mit Lademöglichkeit: In Regionen mit weniger öffentlichen Ladesäulen lohnt es sich, gezielt Unterkünfte mit Lademöglichkeit zu buchen.
  • Reisezeiten vermeiden: Außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs zu sein, reduziert Wartezeiten an Ladesäulen.
  • Pausen nutzen: Laden dauert oft 20 bis 45 Minuten, perfekt fürs Essen oder einen kleinen Spaziergang.
  • Ladeleistung teilen beachten: Teilen sich zwei Fahrzeuge eine Schnellladesäule, halbiert sich die Ladeleistung pro Fahrzeug. Selbst wenn auf dem Display „300 kW“ steht, sind bei zwei Nutzern nur jeweils maximal 150 kW verfügbar.
  • Bezahlmöglichkeiten klären: Prüfen Sie vorab, ob Ihre Ladekarte oder App im Reiseland funktioniert; ansonsten gibt es oft Ad hoc Bezahlung per Kreditkarte oder Smartphone.

„Urlaubsreisen mit dem E-Auto sind problemlos möglich, sie erfordern lediglich eine etwas andere Vorbereitung als Fahrten mit einem Verbrenner “, sagt Christian Schmidt. „Wer seine Ladestrategie plant und Ladepausen bewusst in die Reise integriert, kommt entspannter am Ziel an.“

So steht es um die Ladeinfrastruktur

Ein Blick auf die Ladeinfrastruktur zeigt: In Deutschland sowie in Ländern wie den Niederlanden oder Skandinavien ist das Netz inzwischen gut ausgebaut. In Teilen Süd- und Osteuropas bestehen hingegen noch Lücken. Digitale Routenplaner und Apps helfen aber dabei, passende Ladepunkte entlang der Strecke zu finden.

ADAC Mittelrhein – Servicepartner für moderne Mobilität

Der ADAC Mittelrhein e.V. mit Sitz in Koblenz ist einer von 18 Regionalclubs des ADAC und betreut über 780.000 Mitglieder in der Region. Im Mittelpunkt steht dabei ein umfassender Service rund um Mobilität und Reisen – zunehmend auch speziell für Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos. Von individueller Routenberatung über aktuelle Informationen zur Ladeinfrastruktur bis hin zu hilfreichen Apps und digitalen Planungs-Tools unterstützt der ADAC seine Mitglieder bei der optimalen Reisevorbereitung. Auch Fragen zu Ladekarten, Bezahlmöglichkeiten im Ausland oder geeigneten Unterkünften mit Lademöglichkeiten werden praxisnah beantwortet.

Urlaubsreisen mit dem E-Auto sind also problemlos möglich – sie erfordern lediglich ein wenig mehr Planung als mit dem klassischen Verbrenner. Wer seine Ladestrategie im Blick hat und Pausen bewusst integriert, kommt nicht nur ans Ziel, sondern startet bereits entspannt in den Urlaub.