92 Aussteller sind bei der Ausbildungsmesse am 7. Mai 2026 auf dem Schulgelände der David-Roentgen-Schule Neuwied vor Ort

Kreis Neuwied. Wie finden Jugendliche den passenden Beruf und wie finden Unternehmen die Fachkräfte von morgen? In Neuwied gibt es darauf seit fünf Jahren eine klare Antwort: die Ausbildungsmesse. Am 7. Mai 2026 geht das Erfolgsformat in die fünfte Runde und zeigt einmal mehr, wie direkte Begegnung Perspektiven schafft.

„Eine gute Ausbildung ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft und persönliche Entfaltung“, betont Landrat Achim Hallerbach. Die Messe leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag, indem sie Orientierung bietet, Perspektiven aufzeigt und Mut macht, eigene Potenziale zu entfalten.

Was 2022 mit rund 40 Betrieben in der Neuwieder Innenstadt begann und bereits ein Jahr später auf über 90 Aussteller anwuchs, hat sich inzwischen fest etabliert. Seit 2024 findet die Messe auf dem Gelände der David-Roentgen-Schule statt – ein Standort, den die Unternehmen selbst auf Basis von Feedback als optimal bewertet haben.

Auch im Jubiläumsjahr präsentiert sich die Messe stark: 92 ausstellende Betriebe werden erwartet. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Unternehmen konkrete Best-Practice-Angebote zur Berufsorientierung und Ausbildung vorstellen. Damit entsteht erneut ein vielseitiger und praxisnaher Einblick in unterschiedlichste Berufsfelder.

Die offizielle Eröffnung erfolgt um 08:45 Uhr durch Landrat Achim Hallerbach und Oberbürgermeister Jan Einig, bevor die Messe um 09:00 Uhr für die Besucherinnen und Besucher startet.

„Wir erwarten wie im Vorjahr eine Schülerzahl von rund 1.200 bis 1.300 Jugendlichen“, sagt IHK-Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting. Vor Ort vertreten sind Unternehmen aus sämtlichen Branchenbereichen, von kleinen Handwerksbetrieben bis hin zu großen Industrieunternehmen. Ergänzt wird das Angebot durch öffentliche Einrichtungen und Institutionen. Mit dabei sind unter anderem Lohmann & Rauscher, Skylotec, Niedax, BW Converting und Winkler und Dünnebier Süßwarenmaschinen sowie die Bundespolizei, Bundeswehr, Sparkasse, die Stadtwerke Neuwied sowie die Kreis- und Stadtverwaltung Neuwied.

Zur gezielten Unterstützung bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen organisiert und begleitet die Fachkräfteallianz Neuwied, mit seinen 11 Mitgliedern, die Ausbildungsmesse seit nunmehr vier Jahren. Ihr gehören neben Kreis und Stadt Neuwied die IHK-Regionalgeschäftsstelle Neuwied, die Handwerkskammer Koblenz, die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter Neuwied, die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Landkreises, das Wirtschaftsforum Neuwied, die Wirtgen GmbH sowie die David-Roentgen-Schule selbst an.

Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auch auf der Integration internationaler Fachkräfte: Durch die Unterstützung des Jobcenters werden zudem Zugewanderte die Messe besuchen, um sich über berufliche Perspektiven in der Region zu informieren.

Die Ausbildungsmesse versteht sich als Plattform, um junge Menschen für eine Berufsausbildung zu begeistern. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bleibt sie ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts. Gleichzeitig bietet sie Unternehmen die Chance, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu treten.

Foto-Unterzeile: Die Fachkräfteallianz freut sich auf eine gute Resonanz bei der Ausbildungsmesse am 7. Mai auf dem Schulgelände der David-Roentgen-Schule in Neuwied. Foto: Thomas Herschbach

Ausbildungsmarkt 2026

Aktuell stehen mehrere tausend freie Ausbildungsplätze in der Region zur Verfügung – deutlich mehr als Bewerber in einigen Branchen. Dieser Bewerbermangel eröffnet Jugendlichen so gute Einstiegsmöglichkeiten wie selten zuvor. Besonders viele offene Stellen finden sich traditionell im Einzelhandel, in der Logistik sowie in der Gastronomie. Gleichzeitig gewinnen technische Berufe wie Fachinformatiker, Elektroniker und Mechatroniker zunehmend an Bedeutung. Auch im Gesundheits- und Pflegebereich bleibt der Bedarf an Nachwuchskräften weiterhin hoch. Ein klarer Trend zeichnet sich zudem beim dualen Studium ab, das Praxis und Theorie kombiniert und bei vielen Schulabgängern immer beliebter wird. Trotz eines leichten Rückgangs in einzelnen Bereichen bleibt die Gesamtsituation für Ausbildungsinteressierte positiv.

Insgesamt gilt: Die Region bietet vielfältige Möglichkeiten und hervorragende Perspektiven – insbesondere für motivierte Bewerber, die sich frühzeitig orientieren und Chancen aktiv nutzen.