Mode war lange von einem sehr einheitlichen Schönheitsideal geprägt. Schlanke Körper dominierten Laufstege, Kampagnen und Schaufenster – während die Realität der meisten Frauen deutlich vielfältiger aussieht. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch eine Bewegung etabliert, die dieses Bild zunehmend hinterfragt: Body Positivity. Dahinter steht die Idee, dass jeder Körper wertvoll ist und es verdient, sichtbar zu sein – auch und gerade in der Mode.
Für viele Frauen bedeutet das vor allem eines: Kleidung soll nicht länger darauf abzielen, den Körper zu verstecken oder zu „korrigieren“, sondern ihn selbstbewusst zu betonen. Mode wird damit zu einem Ausdruck von Persönlichkeit, Lebensgefühl und Selbstakzeptanz. Genau hier setzen Labels an, die sich bewusst mit unterschiedlichen Körperformen auseinandersetzen und Mode jenseits klassischer Größenstandards entwerfen.
Ein bekanntes Beispiel dafür ist die deutsche Marke Ulla Popken. Das Label hat sich seit vielen Jahren darauf spezialisiert, stilvolle Mode für kurvigere Frauen zu entwerfen. Die Kollektionen reichen von alltagstauglichen Basics über Businessmode bis hin zu festlichen Looks – und zeigen, dass Trendbewusstsein und Komfort sich keineswegs ausschließen. Fließende Stoffe, durchdachte Schnitte und hochwertige Materialien sorgen dafür, dass Kleidung nicht nur gut aussieht, sondern sich auch gut anfühlt. Das zeigen auch die Fotos aus unserem Fotoshooting dieser Ausgabe – mit unseren Models Julia und Christina, die beide in der Ulla Popken Filiale im Löhr-Center arbeiten und dort auch selbst gerne einkaufen. Die Filiale im Löhr-Center wurde erst kürzlich umfassend renoviert und präsentiert die aktuellen Kollektionen nun in einem modernen, einladenden Ambiente, das Kundinnen noch mehr dazu einlädt, hereinzukommen und sich inspirieren zu lassen.
Mode, die den Körper feiert
Body-Positive-Mode bedeutet dabei weit mehr als das bloße Vergrößern von Schnittmustern. Entscheidend sind Passformen, die auf kurvigere Silhouetten abgestimmt sind, sowie Designs, die die Figur harmonisch unterstreichen. Taillierte Schnitte, weich fallende Materialien oder raffinierte Details können Kurven betonen, ohne einzuengen. Mode wird so zu einem Werkzeug der Selbstbestimmung – nicht zu einem Mittel, um sich einem bestimmten Ideal anzupassen.
Parallel dazu verändert sich auch die Bildsprache in der Modewelt. Immer mehr Kampagnen zeigen Frauen unterschiedlichen Alters, verschiedener Körperformen und Hintergründe. Diese Vielfalt schafft Identifikation und stärkt das Selbstbewusstsein vieler Konsumentinnen. Wer sich in Mode wiedererkennt, erlebt Kleidung nicht nur als Produkt, sondern als Teil der eigenen Identität.
Ein gesellschaftlicher Wandel
Auch im Alltag spiegelt sich dieser Wandel wider. Immer mehr Frauen entscheiden sich bewusst für Kleidung, die ihre Persönlichkeit unterstreicht, statt sich von vermeintlichen Regeln einschränken zu lassen. Der Gedanke, dass bestimmte Schnitte, Muster oder Farben „nicht erlaubt“ seien, verliert zunehmend an Bedeutung. Stattdessen zählt, was gefällt und worin man sich wohlfühlt.
Body Positivity ist daher weit mehr als ein kurzfristiger Trend. Es ist Teil eines gesellschaftlichen Umdenkens, das Vielfalt sichtbar macht und Selbstakzeptanz fördert. Mode kann dabei eine wichtige Rolle spielen: Sie hat die Kraft, Menschen zu stärken, Individualität zu feiern und zu zeigen, dass Stil keine Frage der Konfektionsgröße ist.
5 aktuelle Trends
- Schnitte, die Kurven schmeicheln
Hi‑Low‑Säume undAsymmetrien stehen 2026 hoch im Kurs. Sie schaffen vertikale Linien, die die Figur optisch strecken und gleichzeitig modern wirken – ideal für Tops, Tuniken oder Kleider, die mit Figur spielen und Komfort bieten.
- Voluminöse Statement‑Röcke
mit Bewegung (etwa im A‑Linien‑ oder Maxi‑Stil) setzen Hüften und Kurven wirkungsvoll in Szene und sind ein Highlight auf Laufstegen und in Plus‑Size‑Kollektionen.
- Wide‑Leg‑Hosen und Oversized Tailoring
sind nach wie vor stark: Locker fallende, weite Schnitte sorgen nicht nur für Komfort, sondern auch für elegante, proportionierte Outfits.
- Statement‑Prints und kräftige Farben sind 2026 ein großer Part des Fashion‑Diskurses: florale Muster, grafische Designs oder monochrome Looks in kräftigen Tönen lassen Kurven strahlen und sind besonders beliebt in Everyday‑Looks.
- Maxi‑Längen und fließende Stoffe (wie Satin oder chiffonartige Materialien) sind Trend und bieten Komfort ohne Kompromisse. Sie fallen weich und wirken besonders elegant bei kurvigen Silhouetten.








